Ein Hund unter dem Weihnachtsbaum?!

Zum siebten Mal wurde vom 9. bis 12. November in den Leipziger Messehallen die World Dog Show ausgerichtet.

24.692 Hunde, allesamt in bester körperlicher Kondition, nahmen an der Welt-Hunde-Ausstellung teil, darunter auch seltene Rassen wie der Kishu, Luzerner Laufhund oder Deutsch Stichelhaar. Besonders die östlichen Länder waren zahlreich vertreten, über 11 % der gemeldeten Tiere kamen aus Russland. Viel Interessantes konnten Besucher von den bestens informierten Züchtern erfahren.

Wie wichtig die Beachtung der rassetypischen Eigenschaften ist, zeigte auch die Einteilung und Vorstellung der Hunde in 10 Gruppen nach FCI-Standard (Fédération Cynologique Internationale = größter Hundedachverband):

1.         Hüte- und Treibhunde (Schäferhunde, Collies, Wolfhund)

2.         Pinscher und Schnauzer (Dobermann), Molosser (Hovawart, Boxer, Dogge), Berghunde,             Schweizer Sennenhunde

3.         Terrier (Airdale, Staffordshire, Jack Russell, Yorkshire)

4.         Dachshunde (Teckel)

5.         Nordische Hunde (Schlittenhunde), Spitze und Hunde vom Urtyp (Podenco)

6.         Lauf- und Schweißhunde (Beagle, Dalmatiner)

7.         Vorstehhunde (Setter, Drahthaar)

8.         Apportier-, Stöber- und Wasserhunde (Spaniel, Retriever)

9.         Gesellschafts- und Begleithunde (Bulldogge, Mops, Chihuahua, Pekingese, Pudel)

10.       Windhunde

So müssen Tiere der Gruppe „Eins“ körperlich und geistig gefördert werden, was immensen Einsatz und Zeit erfordert. Molosser haben einen kräftigen Körperbau, sind eigensinnig und störrisch; sie benötigen einen starken Anführer. Terrier sind selbstbewusst, lebhaft, wachsam und intelligent. Sie brauchen stete Beschäftigung und eine konsequente Führung. Der Jagdtrieb ist besonders ausgeprägt bei Dachshunden, weshalb Vorsicht bei den Spaziergängen geboten ist. Allgemein bekannt ist wohl, dass Schlitten- und Windhunde auf ausreichend körperliche Betätigung angewiesen sind. Kleingewachsene "Schoßhunde" brauchen nicht ganz so viel Auslauf, aber dennoch tägliche Bewegung und Erziehung.

Die Neuanschaffung eines Hundes sollte also niemals spontan, sondern stets gut überlegt sein. Zukünftige Hundebesitzer müssen sich bereits im Vorfeld mit den folgenden Fragen intensiv auseinander setzen, denn danach orientiert sich die Auswahl von Rasse, Alter und Geschlecht des neuen Mitbewohners:

Wie viel tägliche Zeit kann und will ich in den nächsten Jahren investieren?

Bin ich körperlich fit genug, um den Ansprüchen des Tieres gerecht zu werden?

Wie sind meine Lebensbedingungen (Stadt/Land, Single/Familie)?

Kann ich die Anschaffungs- und Unterhaltskosten bezahlen?

Was möchte ich mit dem Hund machen (Entspannen, Sport)?

Wie viel Hundeerfahrung habe ich?