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Winterunfreuden

Das neue Jahr hat begonnen und der Winter Einzug gehalten. Aufgrund des Klimawandels schlägt das Wetter immer mehr Kapriolen.

Unsere Tiere leiden ähnlich unter den häufigen Temperatur-schwankungen wie wir Menschen.

So gibt es Phasen mit vermehrtem Auftreten von Atemwegsinfektionen. Dabei kann sich der Besitzer bei seinem Haustier anstecken als auch umgekehrt. Bei leichten Infekten hilft eine Inhalationstherapie. Dazu werden Erkältungstropfen aus der Apotheke (für die Katze unbedingt ohne ätherische Öle!) in einen Topf mit heißem Wasser gegeben, der unter einen Tisch gestellt wird. Dieser wird mit einer Decke zu allen Seiten hin abgedichtet und man setzt sich mit dem kranken Schützling für 10-15 Minuten darunter.

Ist die Erkrankung schwerwiegender und geht mit einem gestörten Allgemeinbefinden einher, so ist unbedingt ein Tierarzt aufzusuchen.

Nicht zu unterschätzen sind Lufttemperaturwechsel, wie z. B. beim Verlassen der warm-trockenen Heizungswohnung raus in die kalt-schneidige Außenluft. Besonders Tiere mit bronchialen Beschwerden (wie Asthma-Katzen) neigen dann zu Atemproblemen und Hustenanfällen.

 

Für Spaziergänge bei niedrigen Außentemperaturen müssen Hunde entweder ein dichtes Winterfell mit Unterwolle aufweisen oder durch einen Mantel/Pulli geschützt werden. Dies betrifft insbesondere junge, kranke, dünne und bewegungsinaktive Tiere.

Glatte Gehwege und Straßen sind auch für unsere Haustiere gefährlich - obwohl sie durch ihre Vierbeinigkeit einen sichereren Stand haben. Ausgrätschen der Vorder-/Hintergliedmaßen ist sehr schmerzhaft und kann zu Verrenkungen, Zerrungen und Bänderrissen führen.

Manche Hundepfoten reagieren sehr empfindlich auf gestreutes Salz; es kommt zu lokalen Verätzungen und Zwischenzehen-Entzündungen mit starkem Leckreiz. Vorbeugend gibt es entsprechende Hundeschuhe, die dem Schlittenhundesport entstammen. Alternativ können die Füße nach jedem Auslauf mit klarem Wasser abgespült werden.

Einige Hunde fressen gerne Schnee. Dieser kann verunreinigt sein oder durch die Kälte und Menge zu einer schweren Magenschleimhautreizung führen.

 

Noch etwas Positives zum Schluss: Je kälter der Winter, desto geringer die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Parasiten. Gefriert es längere Zeit, so sind Zecken und Flöhe kaum überlebensfähig. Somit kann in der kalten Jahreszeit meist auf eine prophylaktische Gabe von Antiparasitika verzichtet werden.