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Wie impfe ich meine Katze richtig?!

Das Impfschema der Katze ist einfacher und übersichtlicher als beim Hund.

Zu den Pflicht-Impfstoffen (=Core-Vakzine) gehören solche gegen Katzenschnupfen und -seuche, bei Freigängern auch Tollwut.

Wahlweise können die Tiere auch gegen Bordetellen, Chlamydien und Coronaviren geschützt werden.

Als Grundimmunisierung gelten die Impfungen in den ersten beiden Lebensjahren. Alle Impfungen in den Folgejahren bezeichnet man als Wiederholungsimpfungen.

Die Impfung gegen Katzenschnupfen und -seuche ist auch für Hauskatzen wichtig, denn die Erreger können mit Kleidung oder Schuhen in die Wohnung eingeschleppt werden. Stubentiger sind sogar anfälliger, da ihr Immunsystem kaum eine Möglichkeit hat, mit dem Virus konfrontiert zu werden und dadurch eine körpereigene Abwehr aufzubauen.

Die Grundimmunisierung findet idealerweise im Alter von 8 und 12 Wochen statt. Die Auffrischung erfolgt im 14. Lebensmonat, danach alle 2 bis 3 Jahre.

Die Leukose ist eine Erkrankung, die zur Schwächung des Abwehrsystems und  Ausbildung von Tumoren führt. Der Erreger kann jahrelang im Körper existieren, ohne dass es zu sichtbaren Symptomen kommt. Deshalb sollte bei freilebenden Katzen oder solchen mit unbekannter Herkunft immer erst ein Bluttest zur Bestätigung der Virusfreiheit vorgenommen werden - sonst ist die Impfung wirkungslos.

Man benötigt zwei Injektionen im Abstand von 4 Wochen, danach jährliche Wiederholungen. Ältere Tiere sind weniger empfänglich für eine Infektion, somit kann das Impfintervall mit zunehmendem Alter verlängert werden.

Das Tollwut-Virus ist auch für die Katze gefährlich. Freigänger sollten dagegen geimpft werden, ebenso wie ins Ausland reisende Tiere. Die 1. Impfung erfolgt ab einem Alter von 12 Lebenswochen; der offizielle Schutz tritt 21 Tage später ein. Empfohlen werden Nachimpfungen nach 12 Monaten, danach alle 2 bis 3 Jahre - je nach Firma.

Chlamydien und Bordetellen gehören mit zum Katzenschnupfen-Komplex.

Bordetella bronchiseptica tritt hauptsächlich in Großbeständen (Tierheime, Züchter) auf. Der Impfstoff wird lokal in die Nase appliziert. Das Mindestimpfalter beträgt einen Monat, die Dauer der Immunität ein Jahr. Die Impfung sollte mindestens eine Woche vor einer möglichen Erregerübertragung (Ausstellung, Pension) stattfinden.

Chlamydien befallen hauptsächlich jüngere Tiere. Die Impfgabe erfolgt meist in Kombination mit anderen Impfstoffen - möglichst in der 8. und 12. Lebenswoche, danach jährlich.

Der Schutz gegen die Feline Infektiöse Peritonitis (FIP) ist umstritten. Das krankmachende Virus entsteht nämlich durch eine Genveränderung aus im Darm vorkommenden Coronaviren. Der Impfstoff wird nasal verabreicht. Die Tiere erhalten zwei Anwendungen im Abstand von 3 Wochen bei einem Mindestimpfalter von 16 Wochen. Der Hersteller rät zu jährlichen Folgeimpfungen.