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Knochen – die Stützen unseres Körpers

Der Hund stammt vom Wolf ab, welcher durch seine langen federnden Beine die typische und perfekte Statur eines Läufers hat.

Zur harmonischen und damit schnellen Bewegung gehört ein ungestörtes Zusammenspiel von Knochen, Muskeln und Bändern. Unsere Knochen bestehen aus organischer Substanz (Knochenzellen) und Mineralien (hauptsächlich Kalzium und Phosphat), und gliedern sich in Mark und Rinde. Es gibt verschiedene Knochenformen – je nachdem, wo sie sich befinden und wie sie beansprucht werden: Die langen Röhrenknochen befinden sich an den Gliedmaßen, ein kurzer Knochen ist die Kniescheibe, platte Knochen gibt es am Becken.Eine Gemeinsamkeit haben alle Säugetiere: Die Wirbelsäule besteht aus sieben Halswirbeln –auch bei der Giraffe! Die Brust- und Lendenwirbelsäulenanzahl variiert zwischen den einzelnen Spezies, aber es gibt immer genauso viele Brustwirbel wie Rippen.

Die Struktur des Knochens ist beim Jungtier noch nicht fest und ausgereift; es existieren Wachstumsfugen, von denen aus die Längen-/Breitenzunahme des Knochens erfolgt. Es sollte deshalb darauf geachtet werden, dass junge Tiere genügend Energie und Mineralstoffe für ihr Wachstum aufnehmen, wobei es auch besonders auf das richtige Verhältnis der Inhaltsstoffe ankommt.
Die Basis für ein hochwertiges Futtermittel ist das richtige Kalzium-/Phosphor-Verhältnis. Dabei gilt es zu beachten, zwischen Welpenfutter kleiner (< 10kg Endgewicht), mittlerer (10-25 kg), großer (25-40kg) und riesiger (> 40kg) Hunderassen zu unterscheiden. Idealerweise wachsen Knochen von großen Hunden relativ langsamer als bei kleinen Rassen. Vitamin D ist wichtig für die Einlagerung der Mineralien in den Knochen.

Im Alter baut der Körper langsam ab, auch an den Knochen. Dies führt zur bekannten „Altersschrumpfung“ – nicht nur beim Menschen. Auch bei bestimmten Krankheiten kann es zur Strukturauflösung an einzelnen Knochen (z. B. bei Tumoren) oder am gesamten Skelettsystem (z. B. bei Hormonveränderungen) kommen. Dadurch wird der Knochen instabil und kann brechen.

In den meisten Fällen sind Traumata (häufig Autounfall) Ursache von Knochenfrakturen. Sind die einwirkenden Kräfte dabei größer als die Widerstandsfähigkeit des Knochens, kommt es zum Knochenbruch. Dabei unterscheidet man offene (der Bruch ist von außen sichtbar) und geschlossene, einfache und multiple (so genannter Trümmerbruch), infizierte und nicht-infizierte Brüche, verschobene und unverschobene Bruchenden.
Die Behandlung eines frakturierten Knochens hängt stark ab von Art, Lokalisierung und Ursache des Bruches. Manchmal ist eine konservative Versorgung mit Stützverband, Schmerzmitteln, Gewichtsreduktion und/oder Physiotherapie ausreichend; in anderen Fällen muss chirurgisch (Osteosynthese) eingegriffen werden. Brüche an Knochen mit hoher Belastung (Oberschenkel, Wirbelsäule) müssen fast immer operativ therapiert werden.