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Bitte nicht! Giftiges für Hund und Katze

Die Hauptursache für Vergiftungen beim Hund sind Schädlingsbekämpfungsmittel, gefolgt von humanmedizinischen Medikamenten.

Bei der Katze dagegen handelt es sich meist um veterinärmedizinische Produkte, die falsch angewendet wurden. Zu Letzterem gehören z.B. bestimmte Spoton-Präparate und Halsbänder gegen Zecken, die von Katzen aufgrund ihrer anderen Stoffwechselsituation nicht vertragen werden und zu Krämpfen und Todesfällen führen.

 

Bei fast allen Vergiftungen stellt Erbrechen das Hauptsymptom dar. Weiterhin können - je nach Giftquelle - Speichelfluss, Durchfall, Herz-Kreislauf-Probleme, Atembeschwerden, Krämpfe, Fieber, Erregungs- wie auch gedämpfte Zustände auftreten. Nur wenige Vergiftungen haben spezifische Symptome. Rattengift (Cumarin) führt nach Aufnahme - besonders mehrerer Portionen - zu einer erhöhten Blutungsneigung, was sich in punktförmigen Schleimhautblutungen, Schwäche und Krämpfen äußert. Die Diagnose wird gestellt durch Messung der Blutgerinnungszeit.

 

Die Therapie besteht in der Gabe von Vitamin K über mehrere Wochen. Frostschutzmittel wird gerne von Tieren aufgenommen, da es einen süßlichen Geschmack hat. Dadurch kommt es zu Nierenschädigung, Krämpfen und Koma. Die Prognose ist schlecht, wenn nicht innerhalb von 5 Stunden nach Giftaufnahme mit einer Behandlung begonnen wird. Bei dem Auflecken von Säuren und Laugen kommt es häufig zu Verätzungen an der Zunge. Die Tiere speicheln dann stark, wollen nicht fressen, zeigen Schmerzäußerungen und sind apathisch. Hunde sollten keine Schokolade essen. Schon 100-200mg vom Wirkstoff Theobromin pro kg Körpergewicht reichen aus, um Erregungszustände auszulösen - das entspricht einer Tafel dunkler Schokolade bei einem 5kg-Hund.

 

In schweren akuten Fällen kann es zum Tod innerhalb von 6 bis 24 Stunden kommen. Auch Trauben und Rosinen sind für Hunde ungeeignet. Bereits 10-30 Trauben bzw. 50 Rosinen können bei einem kleinen Tier zu akutem Nierenversagen führen. Es gibt viele giftige Pflanzen. Im Garten sind dies Oleander, Goldregen, Fingerhut, Maiglöckchen (führen alle zum Tod durch Herzstillstand), Eibe und die Stechpalme - um hier nur Einige zu nennen.  Bei unseren Zimmerpflanzen sollte besonders auf Weihnachtsstern und Liliengewächse (dazu gehören Osterglocke, Prachtlilie etc.) geachtet werden. Katzen vertragen nur geringe Mengen davon und erkranken oft erst Tage später, wenn die Nierenschädigungen schon weit fortgeschritten sind.