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Haustier-Flöhe

Neben dem eigentlichen Menschenfloh (Pulex irritans) gibt es eine Vielzahl weiterer Floharten die in der Regel auf bestimmte Wirtstiere spezialisiert sind. So gibt es beispielsweise den Hundefloh (Ctenocephalides felis), den Katzenfloh (Ctenocephalides felis), den Igelfloh oder den Hühnerfloh.

Gemein ist bei den meisten Floharten, dass sie zumindest kurzzeitig auch auf den Menschen überspringen können. Finden Flöhe ideale Bedingungen vor, so können Sie sich explosionsartig vermehren. So konnten auf einzelnen Igeln bis zu 1000 Igelflöhe gezählt werden.

 

Wird so ein Genosse dann in einer „Rettungsaktion“ mit nach Hause gebracht, ist Ärger vorprogrammiert. Aber auch durch das enge Zusammenleben mit unseren Haustieren Hund und Katze ist es also im eigenen Interesse des Besitzers das Tier regelmäßig zu entflohen.

 

Dabei ist zu beachten, dass die Flöhe nicht nur auf den Tieren, sondern zwischen den Mahlzeiten und während der Stadien vom Ei bis zum erwachsenen Floh auch in Polstermöbeln, Kleiderhaufen oder Teppichen zu finden sind. Um die Vermehrung der unwillkommenen Gäste zu verhindern, ist es daher wichtig, rechtzeitig effektive Gegenmaßnahmen zu treffen. Wichtig sind hier vor allem die komplette Reinigung der Umgebung der Schlafstätte des Haustieres und die regelmäßige Verwendung eines geeigneten Flohmittels.

 

Wie erkennt man nun einen Flohbefall beim Tier? Auffälligstes Symptom ist der Juckreiz, der sich in ständigem Kratzen äußert. An den Kratzstellen findet man zum Teil starke Rötungen, sowie Entzündungen. Daneben kann es in Folge des beim Flohstich übertragenen Flohspeichels zu allergischen Reaktionen kommen (Flohstichallergie). Außer bei sehr starkem Flohbefall wird man Flöhe auf dem Tier eher selten finden können.

 

Sehr viel besser lassen sich Flöhe daher über das Auskämmen von krümeligem Flohkot mit einem speziellen Flohkamm nachweisen. Flohstiche beim Menschen treten in der Regel gehäuft an einer Stelle auf und sorgen auch hier für zum Teil starken Juckreiz. Da Flöhe den Menschen gerne nachts während des Schlafs heimsuchen, kommt es zu unwillkürlichem Kratzen und starken Rötungen an den Flohstichstellen, die dann morgens vor dem Spiegel für böse Überraschungen sorgen können. Neben den oftmals peinlichen Flohstichen, die an sich schon ärgerlich genug sind, birgt ein Flohstich für den Menschen auch ein gewisses gesundheitliches Risiko.

 

So ist bekannt, dass Flöhe beim Flohstich bestimmte Bakterien auf den Menschen übertragen können (u.a. Salmonella spp.; Staphylococcus spp.). Vom Rattenfloh weiß man, dass er eine wichtige Rolle bei der Übertragung des Pesterregers (Yersinia pestis) von der Ratte auf den Menschen  spielen kann. Wenngleich dieser Erreger hierzulande seit langem keine Rolle mehr spielt, gibt es also Gründe genug, einen Flohbefall ihres Haustieres nicht zu unterschätzen.