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Hautprobleme bei Hund und Katze

Haut- und Fellprobleme bei Bello und Maunzi sind keine schöne Angelegenheit. Vordergründig handelt es sich bei diesen Beeinträchtigungen um sehr einfache Probleme. Wenn der Vierbeiner Schwierigkeiten mit der Haut hat, merkt das der Besitzer im Normalfall sehr schnell.

Die Symptome sind vielfältig: Mal handelt es sich um große haarlose Stellen, die mit Juckreiz einhergehen, mal gibt es kleine umschriebene Hautrötungen, oder auch Stellen die mit eitrigen Pusteln übersät sind. Einfach also, sollte man meinen, die Ursache der Erkrankung zu diagnostizieren: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. -Von wegen!

 

Ebenso vielfältig wie die Symptome können auch die Ursachen dieser Hautveränderungen sein. Ursachen von Hauterkrankungen können Parasiten wie Milben, Haarlinge, Zecken oder Flöhe sein. Im Falle der Zecken fällt die Diagnose nicht schwer. Sind die kleinen Tierchen erst einmal gefunden, ist schnell zweifelsfrei geklärt, dass es sich um Zecken handelt. Wichtig ist hier die schnelle Entfernung der Parasiten, da diese Borrelien übertragen können, die wiederum die Ursache für schwere neurologische Beeinträchtigungen von Hunden sein können.

 

Auch Flöhe sind gut nachweisbar. Zwar findet man als Besitzer Flöhe eher selten auf dem Tier, aber Flohkot lässt sich so gut wie bei allen befallenen Tieren nachweisen. Im Falle der Milben sieht das schon anders aus. Hier ist man als Besitzer auf die diagnostischen Künste des Tierarztes angewiesen. Heimtückisch bei diesen Parasiten ist, dass Sie meistens lange unerkannt schmarotzen können, da die Hautveränderungen je nach Immunkompetenz des Wirtstieres mild ausfallen können.

 

Der Nachweis gestaltet sich schwierig, da hier z.T. tiefe Hautproben genommen oder auch Bluttests durchgeführt werden müssen, um die kleinen Plagegeister zweifelsfrei nachzuweisen. Gerade junge Hunde leiden oft sehr stark unter Parasitenbefall. Hier ist die Vorbeuge entscheidend, dabei steht der Tierarzt und der gute Zoofachhändler Ihnen gerne beratend zur Seite. Da unsere Haustiere mit uns Menschen den gleichen Lebensraum teilen, leiden Sie z.T. auch unter den gleichen Zivilisationskrankheiten.

 

Neben den genannten parasitär bedingten Hauterkrankungen kommen Allergien gegen Umweltallergene oder auch Futtermittelallergien als Ursache für Veränderungen der Haut immer häufiger vor. Allergien gegen Umweltallergene führen oftmals zu schwerem Juckreiz und Belecken der betroffenen Stellen. Für die Diagnose dieser Hauterkrankungen sind spezielle Hauttests verfügbar, mit denen der Tierarzt auf ca. 30 verschiedene Umweltallergene testen kann. Die Testinterpretation ist nicht immer ganz einfach und eine positive Reaktion im Hauttest nicht unbedingt beweisend für eine Allergie gegen das getestete Antigen. Schwierig also.

 

Noch schwieriger gestaltet sich die Diagnose von Futtermittelallergien. Auch hier hat man Juckreiz als Symptomatik bei den betroffenen Hunden und Katzen. Dazu können Durchfälle und Erbrechen kommen. Bei der Diagnose von Futtermittelallergien kann leider oftmals nur eine Ausschlußdiät helfen. Dabei wird grob versucht, die Nahrung der Haustiere so umzustellen, das Futter verwendet werden, die nur wenige bekannte Allergene enthalten.

 

Weiterhin sollten die verwendeten Diätfuttermittel keine Bestandteile enthalten, die Bestandteil der bisherigen Nahrung des Tieres waren. Wichtig bei der Durchführung von Ausschlußdiäten ist ein gezieltes, strukturiertes Vorgehen, um den Tieren möglichst schnell die Qualen des unstillbaren Juckreizes zu nehmen. Erfreulich, das speziell für die allergenarme Versorgung unserer Haustiere von Seiten der Futtermittelhersteller in den letzten Jahren zahlreiche neue Produkte entwickelt wurden, die nachweislich zu einer Besserung der Symptomatik betroffener Tiere führen können.

 

Neben den genannten Ursachen für Hauterkrankungen gibt es eine Vielzahl weiterer Ursachen. Dazu gehören bakterielle Erreger und auch Hautpilze, die z.T. auf den Menschen übertragbar sind. Hauterkrankungen sollten sie also auch in ihrem eigenen Sinne unbedingt abklären.

 

Weitere wichtige Ursachen von Erkrankungen der Haut können beispielsweise Hauttumoren oder auch hormonelle Dysfunktionen sein. Die Schilddrüsenunterfunktion sei hier als nur ein Beispiel einer Erkrankung genannt, die zu einem Haarverlust bei den betroffenen Hunden und Katzen führen kann. Mit diesem kleinen Ausschnitt aus dem Gebiet der Hauterkrankungen wird deutlich, was für ein schwieriges und undankbares Feld die Diagnostik von Hauterkrankungen ist. Hier ist Durchhaltevermögen auch von Seiten des Besitzers gefragt.