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Tumore - auch Tiere können bestrahlt werden!

Das Tumorvorkommen bei Haustieren ist ähnlich hoch wie beim Menschen (Tier ca. 250, Mensch 350 Fälle pro 100.000).

Dabei hat die Häufigkeit von derartigen Erkrankungen in den letzten Jahrzehnten drastisch zugenommen. Dies liegt zu einem gewissen Teil sicherlich an den veränderten Umweltbedingungen und Ernährungsgewohnheiten. Auch genetische Veranlagung bei bestimmten Rassen (z. B. Berner Sennenhund) sind maßgebend. Tumormarker, wie sie in der Humanmedizin zur Diagnosefindung eingesetzt werden, spielen in der Tiermedizin kaum eine Rolle.

 

 

Mittlerweile gibt es auch auf diesem Gebiet spezialisierte Tierärzte/Tierarztpraxen – allen voran die renommierte Tierklinik in Hofheim. Dort findet neben der operativ-chirurgischen Entfernung von Tumoren auch deren Bestrahlung und Chemotherapie statt.

 

 

Die Auswahl und Dauer der Chemotherapie ist abhängig von Art, Größe und Lokalisation des Tumors und vom Allgemeinzustand des Patienten. Oftmals findet sie nach einem operativen Eingriff oder erfolgter Metastasierung/Streuung des Tumors statt. Ziel ist es, die Lebensqualität des Tieres zu verbessern. Die Medikamente werden in mehreren Zyklen verabreicht, damit sich zwischendurch das gesunde Gewebe erholen kann. Unerwünschte Nebenwirkungen können am Knochenmark und Magen-Darm-Trakt auftreten. Haarverlust, Übelkeit und Erbrechen treten generell seltener auf als beim Menschen. Am häufigsten wird das Lymphom (= Lymphknoten-vergrößerung) des Hundes behandelt; damit kommt es zu einer durchschnittlichen Verlängerung der Überlebenszeit von ungefähr einem Jahr.

 

 

Eine Strahlentherapie erfolgt, wenn die chirurgische Entfernung des Tumors nicht oder nur unvollständig möglich ist. Es wird bis zu 5x pro Woche lokal bestrahlt. Dazu muss das Tier narkotisiert werden. Rasch wachsende Tumore sprechen besser und schneller an. Häufig werden tumoröse Veränderungen der Maulhöhle, des Gehirns und Knochengewebes behandelt. Bekannte Nebenwirkungen sind Haut-, Schleimhaut- und Hornhautentzündungen, besonders bei älteren und hellen Hunden.

 

 

Alle 3 Therapieformen können und müssen manchmal auch miteinander kombiniert werden, was im Einzelfall entschieden wird. Die Kosten für eine solche Behandlung beim Hund reichen von 500 bis 4000€.