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Das Verletzungsrisiko beim Agility-Sport

Agility ist ein Hundesport, der in den 70er-Jahren in England entstanden ist. Seit vielen Jahren erfreut er sich auch in Deutschland zunehmender Beliebtheit

 Die Tiere müssen einen Parcours mit verschiedenen Hindernissen möglichst schnell und fehlerfrei durchlaufen. Dabei müssen Hoch- und Weitsprünge, Slalomstrecken und Tunneldurchquerungen bewältigt werden. Es kommt besonders auf hohe Geschwindigkeiten, rasche Richtungsänderungen und die Teamarbeit von Hund und Halter an.

 

Die Sprunghöhen werden anhand der Widerristhöhe des Hundes festgelegt.

Beim Hürdensprung ist die vertikale, stauchende Belastung auf die Vordergliedmaßen wesentlich größer als beim Weitsprung. Die einwirkende Kraft beträgt bis zum 4,6-fachen des Körpergewichts bei der Landung nach einer Hürde. Dadurch kommt es bei einem Drittel der Hunde zu Verletzungen während des Trainings oder Wettkampfes. Die häufigsten Regionen sind Schulter und Rücken - oft auch durch die Kollision mit Wand, Laufsteg oder Hürde.

Der Vergleich von verschiedenen Sprungarten zeigt, dass beim geraden Sprung die einwirkenden Kräfte abhängig sind von der Hürdenhöhe. Beim Kurvensprung dagegen wirken - durch die starke Abbremsung und Drehung - besonders horizontale Kräfte auf die Gelenke; die Belastung ist höher.

 

Das Verletzungsrisiko beim Border Collie ist 1,7-fach höher als bei anderen Rassen. Dies liegt wahrscheinlich an seiner größeren Schnelligkeit und einem anderen Sprungstil.

Besonders auch große Hunde sind betroffen. Sie müssen aufgrund ihrer Körperhöhe verhältnis-mäßig hoch springen, obwohl sie schwerer und gleichzeitig relativ schwächer sind.

Studien belegen, dass Hunde mit weniger als vier Jahren Erfahrung ebenfalls verletzungsanfälliger sind. Dies ist darin begründet, dass fortgeschrittene Hund höhere Geschwindigkeiten mit größeren Absprung- und Landedistanzen haben.

 

Abschließend lässt sich sagen: Die Verletzungsrate beim Agility könnte gesenkt werden durch die Verwendung von flacheren Hürden. Kürzere Abstände zwischen den einzelnen Hindernissen führen zu geringeren Geschwindigkeiten und damit weniger Verletzungen. Bei größeren Hunderassen sollte für die Vermessung der Hürden nicht nur die Widerristhöhe, sondern auch das Körpergewicht berücksichtigt werden.