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Die 3 großen „L“: Leukose–Leukämie–Lymphom

Unser Blut besteht aus flüssigen und festen Bestandteilen, wobei Letztgenannte hauptsächlich durch die zellulären Anteile repräsentiert werden. Hierbei findet man rote und weiße Blutzellen. Die roten Blutkörperchen – Erythrozyten genannt – sind für den Sauerstofftransport von der Lunge zu den einzelnen Organen zuständig.

 

Die weißen Blutkörperchen (= Leukozyten) stellen die Abwehrmechanismen des Körpers gegenüber Fremdsubstanzen (Viren, Bakterien u.a.) dar. Sie werden im Knochenmark, in den Lymphknoten und der Milz gebildet. Man unterscheidet die kleineren Lymphozyten von Monozyten und den verschiedenartigen Granulozyten.

 

Unter LEUKOSE versteht man die krankhafte Wucherung von Blutzellen bzw. deren Vorstufen. Sie kommt bei unseren Haustieren am häufigsten bei Hund und Katze vor. Betroffen sind eher junge Tiere.

 

Meistens entartet die Zelllinie der Lymphozyten. Es bilden sich Tumore der blutzellbildenden Gewebe – besonders der Lymphknoten. Die Störung der Blutbildung vermindert und behindert die normalen Blutbestandteile. Hauptfolgen sind die Schwächung des Immunsystems, Einschränkungen von Organfunktionen und Blutungen.

 

Bei der Katze stellt die Leukose mit 30-50% die wichtigste Tumorkrankheit dar. Als häufigste Ursache kommt das Feline Leukosevirus (FeLV) vor. Oft sind die Lymphknoten im Bauchraum, besonders am Magen und Darm, betroffen. Chronischer Durchfall ist dann das Hauptsymptom. LYMPHOME sind bösartige Erkrankungen des lymphatischen Systems; sie werden auch als Lymphdrüsenkrebs bezeichnet.

 

Zum lymphatischen System zählen die Lymphknoten und Lymphbahnen, die Mandeln und Milz. Beim Hund sind meist zuerst die Halslymphknoten verdickt, ehe auch andere Körperregionen und die Milz Veränderungen aufweisen. Die Tiere werden oft mit unspezifischen Krankheitssymptomen, wie schlechte Futteraufnahme, Schlappheit und/oder Atemproblemen vorgestellt.

 

Die LEUKÄMIE wird umgangssprachlich auch als Blutkrebs bezeichnet; dies ist jedoch nicht korrekt. Es bilden sich keine soliden Tumore aus, sondern die veränderten Zellen werden vom Knochenmark gebildet und zirkulieren dann im Kreislauf. Bei einer Blutuntersuchung findet man massiv erhöhte Leukozytenzahlen.