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Die Leukose - Viruserkrankungen bei der Katze

Sein Vorkommen in Katzenpopulationen ist stark abhängig von den Haltungsbedingungen (Freigänger und Großtierhaltungen sind vermehrt betroffen) und wird in Deutschland auf durchschnittlich 5% geschätzt.

Die Hauptübertragungsquelle ist der Speichel von infizierten Katzen, z. B. bei engem Kontakt über gemeinsame Futter- und Wassernäpfe, gemeinsame Katzenklos, gegenseitiges Putzen oder Revierstreitigkeiten. Das Virus gelangt über das Blut und die weißen Blutkörperchen in fast alle Organe des Körpers und vermehrt sich dort. Es sind hauptsächlich junge oder geschwächte Tiere mit unzureichender Abwehrlage von einer Infektion betroffen, deren Immunsystem nicht in der Lage ist, diese Ausbreitung im Organismus zu verhindern.

 

Die Virusvermehrung in den verschiedenen Organen führt zu einer Reihe von Symptomen: Durch die Besiedelung des Knochenmarks treten Schäden bei der Blutzellbildung auf, was zu Blutarmut und Immunschwäche führt. Dadurch kann es zu einer Vielzahl von Folgeerkrankungen kommen, wie Zahnfleischentzündungen, Erkältungen, schlecht heilende Wunden, Infektionen anderer Art etc. Sind die Fortpflanzungsorgane betroffen, so treten Aborte auf. Das Virus wird bereits im Mutterleib auf das Neugeborene übertragen.

 

In vielen Fällen kommt es zu Tumorbildungen, besonders an den Lymphknoten und/oder Bauchorganen (Darm, Niere). Die Diagnose wird anhand einer Blutuntersuchung gestellt. Manche Tiere können jahrelang Virusträger sein, ohne selbst klinisch zu erkranken - vergleichbar mit HIV beim Menschen. Eine heilende Therapie gibt es nicht, jedoch sind symptomatische Behandlung und Stärkung des körpereigenen Immunsystems sinnvoll.

 

Um einer möglichen Infektion vorzubeugen, sind Impfungen verschiedener Hersteller auf dem Markt, die aber nicht 100%ig schützen. Vor der 1. Impfung (von jungen Tieren) sollte eine bereits bestehende Virusbesiedelung mittels eines Blutschnelltests ausgeschlossen werden. Das Feline Leukämievirus (FeLV) wurde 1964 entdeckt. Es wird von Katze zu Katze übertragen, wobei es in der Außenwelt sehr empfindlich und dadurch nur kurz überlebensfähig ist.