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Die wichtigsten Impfungen bei der Katze

Die Notwendigkeit von Impfungen ist unbestritten; sie schützen vor bestimmten Infektions-krankheiten. Dabei ist die vollständige Grundimmunisierung Voraussetzung für den optimalen Schutz des Einzeltieres.

Ein Durchimpfungsgrad von mindestens 70% in einer Tierpopulation ist notwendig, um Seuchen und Epidemien zu verhindern. In Zeiten von Impfmüdigkeit, kritischen alternativen Lebensformen und der medizinischen Weiterentwicklung ist es wichtig, die Impfschemata dem aktuellen Stand der Wissenschaft anzupassen.

 

Deshalb gibt die veterinärmedizinische Impfkommission vom Bundesverband der Praktizierenden Tierärzte regelmäßig eine Leitlinie zur Impfung von Kleintieren heraus. Darin wird unterschieden zwischen Core-Vakzinen (Impfstoffe gegen Erreger, gegen die jedes Tier zu jeder Zeit geschützt sein muss) und Non-Core-Vakzinen (Impfstoffe gegen Erreger, gegen die Tiere nur unter besonderen Umständen geschützt werden müssen).Als Grundimmunisierung bezeichnet man die ersten Impfungen im Welpenalter mit notwendigen Auffrischungsimpfungen nach 3-4 Wochen und einem Jahr. Danach erfolgen Wiederholungs-impfungen in bestimmten Abständen.

 

Die Core-Komponenten bei der Katze sind Rhinotracheitisvirus (R), Calicivirus (C) und Panleukopenievirus (P). Für die Mehrzahl der zugelassenen Kombinationsprodukte RC werden jährliche Wiederholungsimpfungen empfohlen. Für letztgenannte Komponente P sind Impfungen im Abstand von 3 Jahren ausreichend.

 

Da in Deutschland eine Vielzahl von Katzen ausschließlich in Wohnungen gehalten wird, kann auf eine generelle Tollwut-Impfung verzichtet werden. Bei freilaufenden Tieren wird sie jedoch empfohlen. Die Dauer des Impfschutzes ist abhängig vom jeweiligen Hersteller. Die wichtigste Non-Core-Komponente ist das Feline Leukämievirus (FeLV). Die Impfung ist vor allem bei Freigängern mit Kontakt zu fremden Katzen zu empfehlen. Vorher sollte ein Bluttest durchgeführt werden, da die Impfung nicht bei bereits infizierten Tieren wirkt.

 

Katzen in den ersten Lebensjahren sind besonders empfänglich und müssen jährlich geimpft werden. Das Intervall kann später auf 2 bis 3 Jahre ausgedehnt werden.Gegen Chlamydien (Chlam) sollte man impfen, wenn Kontakt zu mehreren Katzen in größeren Populationen besteht (Tierheim, Ausstellung). Die Dauer des Impfschutzes beträgt 1 Jahr. Zudem gibt es noch Impfstoffe gegen Bordetella bronchiseptica (wird in die Nase verabreicht), das Feline Infektiöse Peritonitisvirus (Wirkung ist umstritten) und bestimmte Pilzarten.