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Interessantes über Degus

Was für Tiere sind Degus eigentlich? Dieser interessanten Frage möchten wir etwas genauer auf den Grund gehen.

Degus sind soziale und gesellige Tiere. Entdeckt wurden sie erstmals im 18. Jahrhundert in Chile, dort zählten sie zu den Schädlingen, da sie sich über Korn- und Gemüsefelder hermachen.

 

Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Degus erstmals in die USA exportiert, wo sie überwiegend in medizinischen Forschungseinrichtungen gehalten wurden. Mitte der 70er Jahre kamen diese Tiere vermehrt in Zoos vor und wurden nach und nach auch als Heimtiere beliebt.

 


Degus, die zur Gattung der Strauchratten gehören, aber anatomisch eng mit den Meerschweinchen und weitläufig mit dem Chinchilla verwandt sind, leben in der Natur im Familienverband in Höhlen und Erdlöchern. Die Anzahl der Weibchen ist dabei höher. Sie haben einen ausgeprägten Entdeckungsdrang und sind atemberaubende Kletterkünstler, wobei der lange Schwanz, dessen Ende buschig ist, eine entscheidende Hilfe beim Ausgleich des Gleichgewichts bietet.

 

Degus haben einen ausgeprägten Tastsinn. Ihr ganzer Körper ist mit feinen Härchen versehen, die ihnen die Orientierung auch in dunklen Höhlen ermöglichen. Sie haben einen guten Geruchssinn, der ihnen ermöglicht, ihre Familienzugehörigkeit stets zu kontrollieren. Die Augen, welche seitlich liegen, ermöglichen einen Rundumblick von fast 360 °, damit können sie auch kleinste Bewegungen hinter sich wahrnehmen.

 

Sie haben ein sehr gutes Gehör, mit dem sie Töne wahrnehmen können, die mit einem menschlichen Ohr nicht mehr aufzunehmen sind. Bei der Nahrungsaufnahme wird ein Gruppenmitglied als Wachposten abgestellt, das bei Gefahr einen kurzen, grellen Ton von sich gibt. Die anderen Familienmitglieder begeben sich schnell ins Versteck und warten „bis die Luft wieder rein ist“.