Giardien

Wenn Dein Vierbeiner an wiederkehrenden Magen-Darm-Problemen leidet, kann eine Infektion mit Giardien die Ursache sein. Bei Giardien handelt es sich um einzellige Parasiten, die den Dünndarm befallen und die Dünndarmschleimhaut schädigen. Vor allem bei jungen Hunden führen die Plagegeister zu übelriechenden, starken Durchfällen – oft mit Schleim- oder Blutbeimengungen. Blähungen, Erbrechen und Appetitlosigkeit können ebenfalls auftreten.

Ältere Hunde zeigen hingegen oft keine starken Symptome. Allerdings scheiden auch sie die Parasiten mit dem Kot aus und können so andere Vierbeiner und auch Menschen anstecken. Da Giardien auch außerhalb des Darms monatelang überleben können, ist die Ansteckungsgefahr groß. Unbehandelt kann eine Giardien-Infektion für jüngere oder geschwächte Tiere sowie auch Kinder und kranke Menschen gefährlich werden. Mit der richtigen Therapie und entsprechenden Hygienemaßnahmen lässt sich das Problem jedoch schnell wieder in den Griff kriegen.

Diagnose und Behandlung

Insbesondere bei Welpen oder Junghunden kommen Giardien häufig vor. Daher ist es wichtig, beim Tierarzt eine Kotprobe untersuchen zu lassen, wenn der Vierbeiner wiederholt an Durchfällen leidet. Da die Erreger nicht ständig mit dem Kot ausgeschieden werden, solltest Du für einen Test beim Tierarzt an drei Tagen Kotproben sammeln. Fällt der Test positiv aus, so müssen auch alle anderen Tiere im Haushalt und auch die Umgebung behandelt sowie strikte Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Folgende Hygienemaßnahmen sollten unbedingt durchführt werden: Desinfiziere die Liegeplätze, Fress- und Trinknäpfe regelmäßig beziehungsweise reinige sie mit heißem Wasser über 65 Grad Celsius. Für die Therapie stehen hauptsächlich zwei Medikamente zur Verfügung, die gegebenenfalls auch nacheinander eingesetzt werden müssen.

Bei konsequenter Behandlung und Hygiene bist Du die Plagegeister hoffentlich schnell wieder los. Ist die Behandlung erfolgt, sollte eine weitere Kotuntersuchung gemacht werden, um sicherzugehen, dass die Giardien wirklich beseitigt sind. Denn in hartnäckigen Fällen ist leider eine Behandlung in mehreren Intervallen notwendig.

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