Plasmazelluläre Pododermatitis

Die Plasmazelluläre Pododermatitis ist eine seltene und eher unbekannte Erkrankung bei Katzen. Das Wort „Podo“ steht hierbei für die betroffene Körperstelle – nämlich den Fuß bzw. die Ballen der Katze – während der Begriff „Dermatitis“ auf eine Hautentzündung hinweist.

Die Ballen der Pfoten sind, sowohl bei Katzen als auch Hunden, haarlos und besitzen normalerweise eine elastische sowie dicke Hornschicht. Diese dient als Schutz vor Verletzungen, Witterungs- und Umwelteinflüssen. Fettpolster sorgen für die nötige abfedernde Wirkung beim Laufen. Außerdem befinden sich im Fettpolster Rezeptoren, die Druck-, Berührungs- und Temperaturreize weiterleiten. Spezielle Drüsen produzieren ein Sekret, welches die Haftung der Ballen beim Rennen und Klettern verbessert.

Was ist eine Plasmazelluläre Pododermatitis?
Bei einer Pododermatitis ist die Hornhaut der Ballen ständig entzündet. Sobald Bakterien in die geschädigte Haut einwandern, entstehen eitrige Prozesse. Katzenbesitzer stellen häufig fest, dass die Ballen ihrer Samtpfoten extrem gerötet und aufgepumpt aussehen. Die Katze leckt und beißt viel daran. Darüber hinaus kann es sein, dass sie hin und wieder blutige Flecken oder Pfotenabdrücke auf dem Fußboden finden. Wenn man sich die entzündete Ballenhaut genau ansieht, ist diese zum Teil schuppig und schlaff wie Pergamentpapier und an den Seiten befinden sich offene Stellen mit verschorftem Sekret sowie Krusten.

Zu Beginn sind die Schwellungen an den Ballen schmerzlos. Im weiteren Verlauf kann es jedoch zu bakteriellen Infektionen und Geschwüren kommen, die zu Schmerzen, einer deutlichen Lahmheit, Laufunlust und Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens führen.

Ursache und Diagnose
Die Ursache der Plasmazellulären Pododermatitis ist noch nicht eindeutig geklärt. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung oder eine Störung der zellulären Hautstruktur.

Zur Diagnosefindung erfolgt beim Tierarzt eine Blutuntersuchung und Biopsie (Probenentnahme) vom veränderten Gewebe. Dadurch lässt sich die Erkrankung von möglichen Kontaktallergien oder Tumoren abgrenzen. Bei der Plasmazellulären Pododermatitis kann eine starke Vermehrung von Plasmazellen nachgewiesen werden.

Die Gabe eines spezifischen Antibiotikums ist vor allem bei bereits eitrigen Prozessen notwendig und damit bessern sich meist auch die Ballenschwellungen. Aber nur in einem Viertel der Fälle kommt es zu einer kompletten und dauerhaften Heilung. Die Kombination mit Langzeit-Kortikoiden wird daher empfohlen, kann aber Nebenwirkungen haben. Auch homöopathische Behandlungen und Kryotherapie (Kältetherapie) können gute Erfolge bringen.

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