Rasseportrait: Beagle

Einst für die Jagd als Meutehunde gezüchtet, ist ihre Passion bis heute die Verfolgung und das Nachjagen von Fährten. Ihre Jagdleidenschaft ist den Tieren zuchtbedingt in die Wiege gelegt und ist diese erst einmal geweckt, vergisst selbst der besterzogene Schützling jedes noch so gut erlernte Benehmen und stellt seine langen Ohren gerne auf Durchzug. Doch wenn auch ihr Eigensinn ein hohes Maß konsequenter Erziehung verlangt, besitzen die hübschen Vierbeiner ein sehr freundliches Wesen und sind gefragte Familienhunde.

ERZIEHUNG MIT KONSEQUENZ

Ganz gleich, für welche Hunderasse sich Tierhalter entscheiden, eine konsequente Erziehung ist bei allen Vierbeinern erforderlich, doch für den Beagle gilt dieses nochmals in besonderer Weise. Da er auf Ausdauer, Selbstständigkeit und Zielstrebigkeit gezüchtet wurde, wird das liebenswerte Schlitzohr stets seine eigenen Entscheidungen treffen, wenn diese ihm nicht eindeutig und klar vorgegeben werden. Ist sein Blick auch noch so unwiderstehlich und einfach nur süß: Was er darf und was er nicht darf, muss dem vierbeinigen Charmeur von klein auf eindeutig vermittelt werden. Geduld ist hierbei allerdings gefragt und die eine oder andere Erziehungsübung erfordert so manche Wiederholungen.

RICHTIG AUSLASTEN

Sein freundliches und ausgeglichenes Wesen, seine gute Laune sowie die zutrauliche und verspielte Art machen den schlauen Vierbeiner zu einem ausgesprochen beliebten Familienhund. Doch da der Beagle seit jeher ein Jagdhund ist, benötigt er sehr viel Auslauf. Dabei sind zwei bis drei Stunden täglich das Minimum und auch ein einfacher Spaziergang reicht dem süßen Wirbelwind nicht aus. Laufen, Sucharbeit und Fahrradfahren gehören ins Programm einer sinnvollen Auslastung der aufmerksamen Tiere. Bleibt dieses Pensum unerfüllt, können zerstörerische Züge am heimischen Mobiliar die Folge sein. Und noch etwas sollten künftige Beagle-Besitzer berücksichtigen: Hat der passionierte Fährtensucher erst einmal die Spur eines Hasen aufgenommen, endet für ihn abrupt in diesem Augenblick jede noch so eingeübte Erziehungsregel. Dieser Herausforderung, trotz des Jagdtriebs des Vierbeiners, die Oberhand zu behalten, gilt es sich zu stellen. Zugegeben, eine nicht immer leichte Aufgabe.

FRESSEN SO VIEL WIE ES GEHT

Wer sich die ursprüngliche Bestimmung des Beagles vergegenwärtigt, kann auch sein Fressverhalten leichter deuten. Denn am Napf zeigt er eindrucksvoll, wie er binnen kurzer Zeit sein Futter quasi inhaliert. Als Meutehund ist dieses allerdings auch gar nicht verwunderlich, denn wer hier in der Gruppe zu langsam frisst, hatte das Nachsehen und bekommt nichts mehr ab. Aufgrund seines verfressenen Verhaltens ist der pfiffige Vierbeiner daher auch niemals abgeneigt, sich ein paar Köstlichkeiten zu stibitzen. Das bedeutet einerseits, dass der Beagle durchaus zu Übergewicht neigt. Andererseits lassen sich die Tiere über Futter aber auch gut erziehen. Wichtig ist dabei, darauf zu achten, dass die zusätzlichen Gaben von der normalen Tagesration abgezogen werden, ansonsten wird der kleine Gourmet schnell zu dick.

EINFACH IN DER PFLEGE

Sein kurzes und glattes Fell macht den jagdaffinen Frechdachs zu einem sehr pflegeleichten Vierbeiner und es ist vollkommen ausreichend, ihn hin und wieder zu bürsten. Eine regelmäßige Kontrolle der Augen, Ohren und Pfoten gehört zudem zur wichtigen Gesundheitsvorsorge, um mögliche Veränderungen schnell behandeln zu können.

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