Rasseportrait: Kartäuserkatze

Die Kartäuser ist eine schwere Katze mit dennoch feingliedrigen, im Verhältnis zu ihrem Körper mittellangen Beinen. Ihr Fell ist kurz und einheitlich blaugrau gehalten, ihr Kopf breit mit leicht schräg platzierten und intensiv gelben Augen.

HISTORIE EINER ALTEN RASSE

Um ihre Abstammung ranken sich wie bei vielen alten Rassekatzen die widersprüchlichsten Geschichten. Die Kartäuser, französisch „Chartreux“, stammt aufgrund ihrer Fellstruktur vermutlich ursprünglich aus den Bergen Syriens oder dem Felsengebirge zwischen der Türkei und dem Iran. Durch Handelsbewegungen mit dem Vorderen Orient gelangte sie nach Frankreich. Bis ins 19. Jahrhundert hinein war sie sehr bedeutsam für die Pelzindustrie und diente außerdem der Nahrungsgewinnung. Auch wenn es naheliegend scheint, hat diese Rasse nichts mit den Kartäuser-Mönchen zu tun. Vielmehr wird angenommen, dass sie nach einer blaugrauen Wollsorte, der „Pile des Chartreux“ benannt ist, die aus Spanien importiert wurde, weil ihre Fellfarbe dieser sehr ähnelt.

ERSCHEINUNGSBILD DER KARTÄUSER

Die Kartäuser sind kräftig und muskulös, die Kätzin ist mit einem Gewicht von etwa vier Kilogramm leichter als der größere Kater, der bis zu sieben Kilogramm auf die Waage bringt. Bei beiden sind der trapezförmige Kopf und die Schnauze gut ausgeprägt, die Ohren sind hoch gesetzt und stehen zudem aufrecht, wodurch das Gesicht einen aufmerksamen Ausdruck erhält. Faszinierend leuchten die bernsteinfarbenen Augen und wunderschön ist das dichte, leicht wollige, blaugraue Fell. Jahrhundertelanges Überleben in freier Wildbahn hat die Chartreux bis heute die Ursprünglichkeit erhalten. Aufgrund ihrer Robustheit eignet sie sich nicht nur als reine Wohnungskatze, sondern kommt auch als Freigänger gut zurecht.

EINE INTELLIGENTE RASSE

Die Kartäuser gewöhnt sich schnell an eine neue Umgebung und folgt ihrem Besitzer auf Schritt und Tritt. Weil sie so verschmust und anhänglich ist, wird sie in ihrer Heimat Frankreich auch als Hunds-Katze bezeichnet. Die Katze mit dem unverwechselbaren Plüschfell ist freundlich, zutraulich und sanftmütig. Verspielt und selbstbewusst versteht sie sich in der Regel gut mit Kindern. Gehört schon ein Hund zur Familie, kann sie auch mit ihm friedlich zusammenleben.

ANFÄNGE DER ZUCHT

Etwa 1925 begannen die Geschwister Léger damit, die Chartreux auf der bretonischen Insel Belle-Île zu züchten, wo es eine große Anzahl von wildlebenden grauen Katzen gab, die als Vorläufer der heutigen Chartreux gelten. Die Stammeltern waren Kater „Coquito“ und Katze „Marquire“. Jahrelang wurde die Verwandtschaft anderer blaugrauer Rassen mit der Kartäuser diskutiert: Russisch Blau, Malteserkatze, Europäische Kurzhaar und Exotische Kurzhaar Blau. Bis heute wird im Volksmund häufig die Britische Kurzhaar Blau noch Kartäuser genannt. Durch die gezielte Zucht unterscheiden sie sich jedoch deutlich voneinander: Während die Britische Kurzhaar im Körperbau massiv und gedrungen ist, ähnelt die Figur der Chartreux eher einer naturbelassenen Hauskatze. Für den Rassestandard legt etwa die „Fédération Internationale Féline“ strenge Kriterien fest. So sind zum Beispiel Stupsnase, blasse Augen oder eine Ringelzeichnung am Schwanz nicht erwünscht. Natürlich kann aber auch ein Exemplar mit kleinen „Schönheitsfehlern“ für den Menschen, dessen Herz es erobert hat, ein rundum gelungenes Original sein, das ihn treu und verschmust ein Leben lang glücklich macht.

WAS DER KATZE SCHMECKT

Von der Rassekatze bis zur Hauskatze ist die Grundlage eines langen und gesunden Katzenlebens eine ausgewogene Ernährung. Die Hauptaufgabe des Futters besteht darin, die kleinen Jäger optimal mit Energie sowie allen notwendigen Nähstoffen und Vitaminen zu versorgen. Je angepasster die Zusammensetzung ihrer Nahrung ist, desto positiver wirkt sich dieses auf die Vitalität und das Immunsystem der Tiere aus. Eine gute Wahl ist die gesunde Mischung aus Trocken- und Feuchtfutter. Durch das Kauen des knusprigen Trockenfutters wird die Kaumuskulatur der Katze trainiert. Gleichzeitig fördert es die Zahnsteinreduktion und unterstützt die Zahnpflege der Tiere.  Hochwertiges Nassfutter enthält bis zu 80 Prozent Feuchtigkeit und deckt somit bereits einen großen Teil des Flüssigkeitsbedarfs der Katze. Diese Kombination aus Trocken- und Nassfutter ermöglicht eine gesunde und leckere Auswahl der erforderlichen Nahrungskomponenten.

Beitrag teilen

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on pinterest
Pinterest
Share on email
Email

Mehr entdecken?

Zecken im Hunde- und Katzenfell

Sobald es draußen wärmer wird, müssen sich Hunde- und Katzenhalter darauf einstellen, dass die Zeckenzeit beginnt. Im Frühjahr und Sommer ist die Gefahr eines Zeckenbefalls besonders groß. Die unangenehmen Plagegeister

Weiterlesen