Der stumme Patient – Gesundheitsprobleme bei Katzen frühzeitig erkennen

Eine Katze ist ein perfektes kleines Raubtier. Um erfolgreich jagen und in der freien Natur überleben zu können, muss sie hart im Nehmen sein. Schwäche zeigen darf sie nicht. Hat die Samtpfote Schmerzen, leidet sie stumm. So passiert es, dass Katzenhalter oftmals erst einmal gar nicht bemerken, dass es dem Vierbeiner nicht gut geht.

Eine Samtpfote kann nicht nur spezielle Katzenkrankheiten bekommen, sondern grundsätzlich an allen Organsystemen und Geweben erkranken. Häufige Krankheiten bei Katzen sind:

  • Parasitenbefall
  • Magen-Darm-Probleme
  • Entzündungen von Augen, Ohren, Hals oder Zahnfleisch
  • Beeinträchtigungen des Bewegungsapparates
  • unterschiedlichste Verletzungen
  • Tumorerkrankungen
  • Herzkrankheiten
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)
  • Blasengrieß
  • Entzündungen von Nerven
  • Erkrankungen der Leber

Während Magen-Darm-Störungen durch deutliche Hinweise erkennbar sind, verlaufen viele Krankheiten schleichend. So können Katzenbesitzer zum Beispiel Schädigungen von Herz oder Nieren über längere Zeit nicht bemerken. Eine Gefahr besteht darin, dass unerkannte Krankheiten sich verstärken. In der Regel leidet das Tier nur lautlos. Doch ohne medizinische Behandlung können sich lebensbedrohliche Folgeerkrankungen entwickeln.

Beobachte Deine Katze aufmerksam

Da die Katze in vielen Fällen nicht durch klare Anzeichen auf ihre Not aufmerksam macht, ist sie dringend auf Deine Fürsorge angewiesen. Um einer möglichen Krankheit früh auf die Spur zu kommen, solltest Du sie Tag für Tag sorgfältig beobachten. Denn auch scheinbar harmlose Auffälligkeiten können bereits Symptome einer Erkrankung und stumme Hilferufe des Tigers sein.

Alles wie gewohnt?

Vielleicht bemerkst Du beim regelmäßigen Check des Tieres eine Veränderung oder bist Dir unsicher bei einer möglichen Auffälligkeit. Wie dem auch sei, ist die beste Empfehlung, einen Termin beim Tierarzt zu vereinbaren. Denn nur mit einer gründlichen Untersuchung lässt sich feststellen, ob die geliebte Fellnase tatsächlich rundum gesund ist.

Unnötige Schmerzen vermeiden

Leider ist nicht jede Erkrankung einer Samtpfote heilbar. Doch gerade dann, wenn sich die Ursache für Schmerzen nicht beseitigen lässt, braucht der flauschige Patient die fürsorgliche Hilfe seines Menschen. Schmerzmittel bewirken Linderung und können so für wertvolle Lebensqualität sorgen.

Unerkannte, unbehandelte Schmerzen quälen die Katze und können chronisch werden. Wenn sie sich im sogenannten „Schmerzgedächtnis“ verankern, bewirkt dies, dass ein krankes Tier Schmerzreize noch stärker wahrnimmt. Chronischer Schmerz kann sich zu einer eigenständigen Krankheit entwickeln. Viele Tierärzte nutzen auch ergänzend die Möglichkeiten der Homöopathie.

Achtest Du sorgfältig auf Veränderungen im Verhalten Deiner Katze, trägst Du maßgeblich dazu bei, dass die Katze im Ernstfall nicht still leiden muss. Und für den Einsatz ihres Wohlbefindens erhältst Du den schönsten Dank: Ihre zärtliche Zuwendung, die sie Dir über möglichst viele Jahre des Zusammenlebens schenkt und damit auch erheblich Deine Gesundheit fördert.

Mögliche Warnsignale für gesundheitliche Probleme:

  • Frisst und trinkt die Katze wie immer oder hat sie weniger Appetit oder sogar abgenommen?
  • Benutzt sie regelmäßig ihr Katzenklo oder weicht sie auf andere Plätze aus?
  • Riecht sie plötzlich unangenehm?
  • Erreicht sie beim Putzen nach wie vor alle Stellen ihres Körpers oder sind Einschränkungen  erkennbar?
  • Ist das Fell, insbesondere an Rücken und Schwanz, frei von Verklebungen und Verfilzungen?
  • Spielt und tobt sie so gern wie bisher?
  • Läuft und springt sie wie sonst oder wirkt sie häufig müde und antriebslos?
  • Klettert sie nach wie vor ohne Mühe auf ihre Lieblingsplätze und benutzt ihren Kratzbaum oder könnte es sein, dass Schmerzen sie davon abhalten?
  • Lässt sie sich wie immer streicheln und hochnehmen oder faucht sie plötzlich bei Berührungen?

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