Rasseportrait: Maine Coon

Sanfter Tiger auf großen Pfoten

Diese eindrucksvolle Halblanghaar-Schönheit gehört zu den ältesten und größten Katzenrassen. Ihre Heimat ist der raue Norden der USA, genauer der Bundesstaat Maine. „Coon“ ist das amerikanische Wort für Waschbär. Der prächtige und buschige Schwanz der Maine Coon sieht dem des kleinen Bären sehr ähnlich. Deshalb wurde wohl das „Coon“ ein Bestandteil ihres Namens.

Über den genauen Ursprung der Maine Coon gibt es bis heute lediglich Vermutungen. So besteht die Annahme, dass sich kurzhaarige, amerikanische Hauskatzen und langhaarige Artgenossen paarten. Diese hatten wohl Auswanderer, Händler und Seeleute aus Europa mitgebracht und so die neue Verbindung ermöglicht. Sicher ist, dass schon Mitte des 19. Jahrhunderts Maine Coon Katzen gezeigt wurden. Doch ihr Ruhm hielt nicht lange an. Denn um die Jahrhundertwende, als die ersten Perserkatzen in den USA auftauchten, geriet die Maine Coon immer mehr in Vergessenheit. Erst in den 1950er Jahren gelang es engagierten Züchtern, der Maine Coon zu ihrem Comeback zu verhelfen. Heute ist sie zu Recht auf der ganzen Welt bekannt und ihre Anhänger loben die einzigartigen Eigenschaften dieser Katze mit dem prächtigen, buschigen Schwanz.

KNICKERBOCKER, STUPSNASE UND GEHEIMNISVOLLE AUGEN

Typisch für die Maine Coon ist ihr langer, muskulöser Körper mit einem breiten Brustkorb. Auch ihre Beine sind kräftig. Außergewöhnlich sind die großen, runden Pfoten mit den auffallenden Haarbüscheln. Der buschige Schwanz ist lang, am Ansatz breit und zum Ende hin spitz zulaufend. Die schöne Samtpfote beeindruckt nicht nur durch ihre Größe. Sie hat zudem ein schweres, herrlich seidiges Fell unterschiedlicher Länge. Besonders lang ist es an den Hinterbeinen und am Bauch. Von hinten betrachtet, könnte auf den ersten Blick der Eindruck entstehen, die Maine Coon trage eine Art Knickerbocker-Hose. Von vorne sieht es aus, als habe sie sich eine schmückende Halskrause umgelegt. Im Verhältnis zum gesamten Körper ist der Kopf des Tieres relativ klein. Im Profil erscheint die Nase der Maine Coon wie eine kecke Stupsnase. Auch bei der Gestaltung der Ohren hat sich die Natur für die Maine Coon Einzigartiges einfallen lassen: Sie sind groß, mit Büscheln besetzt, an der Basis breit und hoch angesetzt. Auffällig ist, dass sie breit auseinanderstehen. Mit ausdrucksvollen Augen, die leicht schräg stehen, schaut die Katze den Menschen mit einem unergründlichen, faszinierenden Blick an. Bei der Farbgebung wurde sie mit den verschiedensten, allesamt wunderschönen Schattierungen beschenkt. Sie reichen von rätselhaftem Grün, über Kupfer bis hin zu einem betörend warmen Goldton.

PFLEGELEICHTES FELL, UMGÄNGLICHER CHARAKTER

Das seidige Fell hat keine Unterwolle, verfilzt daher kaum und macht deshalb bei der Pflege keine Probleme. Auch bezüglich ihres Charakters zeichnet sich die Maine Coon durch viele positive Eigenschaften aus und freut sich über gemeinsame Spiele und Streicheleinheiten mit ihrem Menschen. Gerne ist sie Mitglied einer großen Familie. Sie versteht sich in der Regel auch gut mit anderen Hauskatzen. Das große und kräftige Tier ist glücklich, wenn es Auslauf hat. Die Maine Coon schätzt die Freiheit so sehr, dass auch regnerisches oder stürmisches Wetter sie nicht davon abhält, ihre Stupsnase neugierig in die Umgebung zu stecken. Groß und kräftig, wie die Maine Coon ist, braucht sie mehr Futter als eine kleine, zarte Samtpfote.

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