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Ohh-sind die süß!

Es ist immer wieder schön, neues Leben erwachen und aufwachsen zu sehen. Die durchschnittliche Tragezeit beträgt 63 Tage.

Die Welpen und ihre Lebenszeichen (Bewegungen, Herzschlag) sind bereits nach 3 bis 4 Wochen im Ultraschall sichtbar. Der Nachweis im Röntgen dagegen ist frühestens ab dem 45. Tag möglich. Die Strahlenaufnahme hat den Vorteil, dass die Anzahl der Föten genauer bestimmt werden kann.

Die Geburt kündigt sich durch Nestbau, unruhiges Verhalten des Muttertieres, geschwollene Schamlippen und den Milcheinschuss ins Gesäuge an. Die Körpertemperatur fällt 12 bis 24 Stunden vor der Niederkunft um ein Grad ab, der Appetit sinkt.

Während der Eröffnungsphase des Geburtsvorganges geht dünnflüssiger Schleim ab und leichte Wehen treten ein. In der Austreibungsphase wird die Wehentätigkeit zunehmend kräftiger und tritt stoßweise auf, bis der erste Welpe zum Vorschein kommt. Dieser sollte zuerst mit dem Kopf oder den gestreckten Hintergliedmaßen erscheinen. Die schützende Fruchtblase enthält grünlich-rötliche Flüssigkeit und ist entweder schon vorher in der Gebärmutter geplatzt oder wird von der Hündin aufgebissen. Die Geburt des ersten Welpen dauert am längsten, da diese Wegbereiterfunktion hat. Danach beißt die (erfahrene) Mutter die Nabelschnur durch und beleckt das Neugeborene. Es ist darauf zu achten, dass kein Fruchtwasser in die Luftwege des Jungtieres gelangt. Animierendes Rubbeln mit einem Handtuch weckt die Lebensgeister.

Die Nachgeburt wird ausgepresst und von der Hündin aufgefressen. Es folgt eine Erholungspause von 10 bis 30 Minuten.

Nacheinander werden die einzelnen Welpen ausgetrieben, deren Anzahl abhängig von der Hunderasse ist; große Hunde gebären mehr als kleine Rassen. So können zum Beispiel Golden-/Labrador-Retriever Würfe von bis zu 12 Welpen haben. Gegen Ende der Geburt werden die Erholungsphasen länger, sollten jedoch 3 bis 4 Stunden nicht überschreiten. Kommt es zu Problemen, wie zu einem engen Geburtsweg, ungünstiger Lage eines Welpen, unzureichender Wehentätigkeit, Schwäche des Muttertieres oder zu einer langen Geburt, sollte unbedingt ein Tierarzt zur Hilfe gerufen bzw. aufgesucht werden.

Die Frischgeborenen fangen bereits kurz nach ihrer Geburt an zu saugen. Tägliches Wiegen stellt sich dabei als besonders sinnvoll dar, denn kontinuierliche Gewichtszunahmen sind ein gutes Zeichen für eine gesunde Entwicklung. Hündin und Jungtiere sollten ab der 2. Lebenswoche regelmäßig alle 14 Tage gegen Spulwürmer entwurmt werden und ein Aufzuchtfutter bekommen. Dieses bestärkt, durch seinen erhöhten Energie- und Calciumgehalt, die Milchbildung.