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Krallen schneiden leichtgemacht

Was bei uns Menschen das letzte Finger-/Zehenglied mit Nagel darstellt, ist bei Hund und Katze das sogenannte Krallenbein. Es besteht aus einem knöchernen Anteil, dem Krallenbett und der daraus hervorgehenden eigentlichen Kralle.

Damit das Horn nachwachsen kann, ist diese mit Nerven und Blutgefäßen durchzogen.

Unsere Vierbeiner besitzen jeweils vier Hauptkrallen pro Bein. Die beiden Daumenkrallen haben sich im Laufe der Evolution zurückgebildet und befinden sich nun etwas höher. Lang gewundene Krallen stellen durch mögliches Hängebleiben und Ausreißen oft eine große Gefahr dar. Die Daumenkralle ist Zehe I, während die vier Hauptzehen II bis V genannt werden.

Das Laufen auf hartem Untergrund dient der Abnutzung der Krallen. Sind Hunde jedoch viel im Wald oder auf Feldern und Wiesen unterwegs, kann die natürliche Kürzung entfallen. Sobald die Krallen den Boden berühren, beim Beinhochheben die Unterseite der Ballen überragen oder beim Gehen Klackergeräusche machen, sollten diese gekürzt werden.

Für das Schneiden der Krallen ist ausreichend Geduld notwendig. Außerdem sollte genügend Licht und eine geeignete Schere vorhanden sein. Um den Übergang von lebenden zu totem Gewebe gut erkennen zu können, empfiehlt es sich, eine weiße Kralle zu suchen. 1-2 mm von den Blutgefäßen entfernt können die Krallen gekürzt werden. Diesen Abstand kann man problemlos auf dunkle Krallen übertragen. Falls nur uneinsichtige Krallen vorhanden sind, sollte man diese etappenweise minimal kürzen und sich so langsam an die kritisch-sensible Stelle herantasten.

Geschnitten werden Krallen von der Seite und nicht von vorne, damit die Quetschung und damit Schmerzempfindlichkeit möglichst gering ausfällt. Der Schnitt verläuft nicht horizontal, sondern nach hinten aufsteigend - parallel zum Verlauf des inneren Blutgefäßes.